Veränderungen waren in der Wirtschaft schon immer der Normalfall. Allerdings hat sich das Tempo, mit dem diese Veränderungen auftreten, nicht zuletzt durch die Digitalisierung in den letzten Jahren rasant erhöht. Und immer mehr Unternehmen merken, dass sie die neuen Vertriebswege, Absatzmärkte, Kommunikationskanäle und die vielen anderen neuen Möglichkeiten für sich nutzen müssen, wenn sie am Markt bestehen wollen.

Das Problem ist nur: Der Weg dorthin ist schwierig, denn es müssen neue Ansätze und Lösungen gefunden werden. Mit den alten Unternehmensstrukturen ist das aber oft kaum möglich. Es gibt jedoch eine Methodik, die Firmen aller Branchen helfen kann, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern: das Design Thinking.

Was ist Design Thinking?

Wie der Name schon sagt, ähneln die Methoden dieses Ansatzes denen, die man aus dem Design kennt. Ursprünglich wurde das Design Thinking von den Amerikanern Terry Winograd, Larry Leifer und David Kelley entwickelt, inzwischen ist es aber auch im deutschsprachigen Raum verbreitet. Unter anderem ist der SAP-Mitbegründer Hasso Plattner ein grosser Anhänger dieses Ansatzes.

Grundprinzip des Design Thinking ist es, Vertretern verschiedener Disziplinen einen kreativen Rahmen zu bieten, sodass innovative Lösungen für bestehende Probleme entwickelt werden können. Ein weiterer Kernpunkt ist die Betrachtung des Problems aus Sicht des Nutzers. Dadurch unterscheidet sich das Design Thinking massgeblich von anderen, klassischen Ansätzen – diese sind nämlich meist sehr naturwissenschaftlich geprägt und auf die technische Machbarkeit einer Lösung fokussiert. Selbstverständlich spielt die technische Umsetzung auch beim Design Thinking eine Rolle – schliesslich muss ja eine brauchbare Lösung für das anstehende Problem gefunden werden – aber viel wichtiger ist eine Umsetzung, die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Nutzer orientiert. Darüber hinaus muss sich die Lösung natürlich auch als wirtschaftlich tragfähig erweisen.

Durch die Ausrichtung auf den Nutzer ist jedoch sichergestellt, dass die gefundene Lösung von den Anwendern später auch akzeptiert – und das ist wichtig, ganz gleich, ob es sich dabei um Mitarbeiter des eigenen Unternehmens oder Kunden handelt. Die iterative Arbeitsweise beim Design Thinking stellt zudem sicher, dass man sich nach und nach der idealen Lösung annähert. Dabei ist das Scheitern einer Idee durchaus eingeplant und sogar erwünscht, denn auch aus Fehlern kann man viel lernen.

Die Zusammenstellung eines interdisziplinären Teams ist das dritte wichtige Standbein beim Design Thinking. Durch die verschiedenen Betrachtungsweisen ist es einerseits sehr viel leichter, die Bedürfnisse des Nutzers zu erkennen, andererseits besitzt das Team auch das nötige Fachwissen, um diese Bedürfnisse mit den praktischen Anforderungen sowie den technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu vereinen. So entsteht fast ganz natürlich eine Lösung, die den Ansprüchen aller Beteiligten bestmöglich gerecht wird.

Innovationen antreiben – mit interactive friends

Sind Sie neugierig geworden auf das Design Thinking und wollen Sie die vielen Vorteile dieser Methode auch für Ihr Unternehmen nutzen? Dann wenden Sie sich gerne an uns, wir beraten Sie individuell und umfassend. Oder besuchen Sie unser zweitätiges Praxis-Seminar zum Thema. Hier finden Sie mehr Infos: https://www.interactivefriends.ch/blog/blog-detail/post/praxis-seminar-design-thinking-am-27-und-28-september-2018/